Die Frauen-Basketball-WM 2026 in Berlin bringt die besten Spielerinnen der Welt nach Deutschland. Besonders die Stars aus der WNBA (Women’s National Basketball Association) sorgen für große Aufmerksamkeit. Mit Spielerinnen, wie Caitlin Clark, Breanna Stewart und Julie Allemand sind wahre Basketball-Stars bei der WM vertreten. Hier eine Vorstellung der Top-Spielerinnen, die bei der WM besonders im Fokus stehen:
Der US-Superstar Caitlin Clark
Caitlin Clark ist einer der größten Stars im Frauen-Basketball. Die 24-jährige US-Amerikanerin spielt als Point Guard (Aufbauspielerin) für die Indiana Fever und gilt mit dem US-Team als klarer Turnier-Favorit. Schon bei der Vorbereitung überzeugte Clark und wurde beim Qualifikationsturnier in San Juan zur MVP (Most Valuable Player) gewählt.
Auch in der WNBA zeigte Clark nochmals kurz vor der WM starke Leistungen. Gegen Connecticut erzielte sie Ende August 34 Punkte, traf sechs Dreier bei zwölf Versuchen und gab zwölf Assists. Bereits fünf Tage zuvor hatte sie 37 Punkte und zehn Assists erzielt. Damit gelang ihr zweimal hintereinander ein sogenanntes 30/10-Spiel (mindestens 30 Punkte und zehn Assists) – eine frische Rekordleistung. Nach einem von Verletzungen geprägten Jahr 2025 ist Clark damit rechtzeitig zur WM wieder in starker, wenn nicht sogar in Bestform.
Breanna Stewart, Napheesa Collier und Olivia Miles – drei weitere Stars des US-Teams
Neben Caitlin Clark verfügt die US-Auswahl über weitere absolute Top-Spielerinnen. Breanna Stewart wurde bereits bei der WM 2018 zur MVP gewählt. Damit könnte sie in Berlin als erste Spielerin die Auszeichnung bei einer Weltmeisterschaft ein zweites Mal gewinnen. Die Power Forward Spielerin spielt für die New York Liberty und wurde in der WNBA bereits zweimal zur wertvollsten Spielerin gewählt. Außerdem gewann sie dreimal den WNBA-Titel.
Napheesa Collier gehört ebenfalls zu den Stars der US-Auswahl. Die Power Forward Spielerin spielt für die Minnesota Lynx, die aktuell auf Platz eins der WNBA stehen. Mit ihrer Mischung aus Punkten, Rebounds und starker Defense gehört sie ebenfalls zu den wichtigsten Spielerinnen ihres Teams.
Mit Olivia Miles steht außerdem ein junges US-Talent im Rampenlicht. Als Rookie der Minnesota Lynx hat sie sich bereits früh in den Mittelpunkt gespielt und zählt auch in der WNBA zu den Kandidatinnen für die MVP-Auszeichnung.
Julie Allemand & Emma Meesseman (Belgien)
Im Top-Team Belgien stechen zwei erfahrenen Spielerinnen hervor: Julie Allemand und Emma Meesseman. Allemand spielt seit ihrem Debüt 2018 eine wichtige Rolle bei den Belgian Cats. Bei der WM-Qualifikation in Wuhan wurde die 30-jährige Guard (Spielerin auf den kleinen Außenpositionen) zur MVP gewählt. Mit ihrem starken Passspiel prägt sie das belgische Spiel und zeigt gleichzeitig auch starke Leistungen defensiv. Insgesamt kam sie im Qualifikationsturnier auf 9,4 Punkte, 5,6 Assists, 5,0 Rebounds und 3,4 Steals pro Spiel.
An ihrer Seite steht mit Emma Meesseman eine der erfahrensten Spielerinnen des belgischen Teams. Die 1,92 Meter große Power Forward (Flügel- und Innenspielerin) spielt für die New York Liberty in der WNBA und ist seit Jahren eine Führungsspielerin der Belgian Cats. Ihr persönliches Motto verdeutlicht ihren Mut im Spiel: „You miss 100% of the shots you don’t take.“
Marine Johannes (Frankreich)
Die Spielerin Marine Johannes kann für Frankreich den Unterschied machen. Die 31-Jährige spielt als Guard und bringt ebenfalls Erfahrung aus der WNBA mit. Dort steht sie bei den New York Liberty unter Vertrag. Bei der WM-Qualifikation in Lyon-Villeurbanne kam Johannes auf durchschnittlich 9,8 Punkte, 4,0 Rebounds und 4,6 Assists pro Spiel.
Ihre größte Stärke sind ihre Würfe. Trifft Johannes ihre Distanzwürfe, kann sie ein Spiel innerhalb weniger Minuten verändern. Deshalb gilt sie als möglicher X-Faktor für Frankreich.
Ezi Magbegor (Australien)
Australien Top-Star ist Ezi Magbegor. Die 27-jährige Forward-Spielerin steht in der WNBA bei den Seattle Storm unter Vertrag und überzeugt durch ihre Vielseitigkeit. Ihre Athletik, Punkte, Rebounds und Defense sind die stärksten Bestandteile ihres Spiels.
Auch international bringt Magbegor einige Auszeichnungen mit. Sie gewann bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und bei der WM 2022 jeweils die Bronzemedaille. Bei der WM-Qualifikation in der Türkei kam sie auf durchschnittlich 14,7 Punkte, 5,3 Rebounds und 2,7 Assists. Bereits 2016 wurde sie bei der U17-WM zur MVP gewählt.
Diese Stars fehlen bei der WM 2026 in Berlin
Leider können nicht alle großen Namen des internationalen Frauenbasketballs bei der Basketball-WM 2026 dabei sein. Besonders schwer wiegt der Ausfall von A’ja Wilson. Die US-Amerikanerin von den Las Vegas Aces wurde bei der WM 2022 und bei den Olympischen Spielen 2024 zur MVP gewählt. Außerdem gewann sie bereits dreimal den WNBA-Titel und wurde in der WNBA viermal als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie in Berlin jedoch nicht antreten.
Auch die Berlinerin Satou Sabally fehlt bei der WM 2026 für das deutsche Team. Die deutsche Führungsspielerin leidet weiter unter den Folgen einer Gehirnerschütterung und musste ihre Teilnahme an der Heim-WM absagen. Für Deutschland ist das sportlich ein schwerer Verlust, denn Sabally wäre sowohl als Scorerin als auch aufgrund ihrer Athletik und Vielseitigkeit eine der zentralen Spielerinnen gewesen. Sie gilt als größter Star der deutschen Basketballerinnen.
