Der deutsche Kader für die Frauen-Basketball-WM 2026 ist eines der spannendsten Themen vor dem Heimturnier in Berlin. Der endgültige DBB-Kader mit zwölf Spielerinnen und Kapitänin Marie Gülich wurde am 2. September von Bundestrainer Olaf Lange nominiert.








Die DBB-Damen spielen vom 4. bis 13. September 2026 bei der Weltmeisterschaft in der Hauptstadt und treffen in der Vorrunde, Gruppe A, auf Spanien, Japan und Mali.
Der deutsche DBB-Kader
Der aktuelle Kader der DBB-Damen für die Basketball-WM 2026:
| Nr. | Name | Geburtstag | Größe | Spiele | Position | Verein |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 22 | Emily Bessoir | 19.11.2001 | 1,94 | 41 | Small Forward | Hozona Global Jairis, Spanien |
| 25 | Clara Bielefeld | 28.08.2007 | 1,95 | 13 | Point Guard | Texas Christian University, USA |
| 20 | Frieda Bühner | 28.05.2004 | 1,86 | 26 | Forward | Portland Fire, USA |
| 19 | Britta Daub | 20.01.1999 | 1,77 | 10 | Guard | Eisvögel USC Freiburg |
| 9 | Emma Eichmeyer | 25.02.2000 | 1,83 | 23 | Forward | BC Saarlouis Royals |
| 13 | Leonie Fiebich | 10.01.2000 | 1,92 | 42 | Small Forward | New York Liberty, USA |
| 15 | Luisa Geiselsöder | 10.02.2000 | 1,93 | 52 | Center | Portland Fire, USA |
| 21 | Marie Gülich | 28.05.1994 | 1,95 | 50 | Center | Townsville Flames, Australien |
| 1 | Alexis Peterson-Smalls | 20.06.1995 | 1,70 | 31 | Point Guard | Valencia BC, Spanien |
| 8 | Nyara Sabally | 26.02.2000 | 1,96 | 15 | Forward/Center | Toronto Tempo, Kanada |
| 24 | Lina Sontag | 24.11.2003 | 1,91 | 30 | Forward | Cadí La Seu, Spanien |
| 3 | Alexandra Wilke | 29.09.1996 | 1,76 | 64 | Guard | Rutronik Stars Keltern |
Bundestrainer Olaf Lange hat für die WM 2026 in seiner Heimatstadt Berlin ein Team aus zwölf Spielerinnen zusammengestellt von denen nur drei aktuell in Deutschland spielen. Alexandra Wilke läuft für die Rutronik Stars Keltern auf, Emma Eichmeyer für die Saarlouis Royals, Britta Daub spielt für die Eisvögel in Freiburg. Alle anderen Spielerinnen spielen in Europa, Australien oder Nordamerika. Nicht deshalb ist es für Kapitänin Marie Gülich ein „nach Hause kommen“, wenn es um das Nationalteam geht. Die meisten Spielerinnen kennen sich schon lange und kommen bei den Länderspielen immer wieder zusammen. Daher ist die Vorfreude auf ihre Mitspielerinnen bei dieser Heim-WM etwas ganz Besonderes. Sie selbst machte nach ihrer Verletzung seit Februar am WM-Standort Berlin Station, um wieder fit zu werden. Nach der WM geht ihre Reise nach Australien zu den Townsville Flames.
Aus der WNBA stehen neben Nyara Sabally auch Luisa Geiselsöder und Frieda Bühner (beide Portland Fire) sowie Leonie Fiebich (New York Liberty) zur Verfügung. Fiebich hatte kürzlich jedoch wegen einer Fußverletzung sieben Wochen lang pausieren müssen.
Als letzte Spielerin wurde Patricia Broßmann aus dem Kader der Vorbereitung gestrichen.
Das deutschen DBB-Frauen-Team wird betreut von DBB-Vizepräsident Mithat Demirel, Sportdirektor Peter Radegast, Delegationsleiter Imre Szittya, Bundestrainer Olaf Lange (aus Kanada), den Assistenztrainer:innen Stefan Möller, Julie Barennes, Constanze Wegner und Corina Kollarovics, Athletik-Trainer Julian Morche, Mannschaftsarzt Dr. Sven Bockhorst, den Physiotherapeut:innen Katharina Boland und Patrick Knoll, den Team-Manager:innen Nico Schröder und Grit Ruff sowie Christoph Büker und Aleyna Demirel als Medienteam.
DBB-Damen in Aktion
Die DBB-Damen beim Training in Berlin:

















Nyara Sabally beim Training in Berlin
Drei Tage vor dem Auftaktspiel bei der Frauen-WM in Berlin hat Nyara Sabally nach ihrer Verletzungspause am Training der deutschen Basketballerinnen in der Max-Schmeling-Halle teilgenommen und darf auf einen Einsatz hoffen. Die 26-Jährige vom WNBA-Team Toronto Tempo hatten zuletzt Wadenprobleme geplagt. „Sie ist im Return-to-Play-Protocol, hat schon eine Menge mitgemacht. Es entwickelt sich sehr gut, aber das ist Day-to-day“, sagte Bundestrainer Olaf Lange und bremste ein wenig: „Da müssen wir abwarten.“
Leonie Fiebich beim DBB-Team in Berlin
Der Kader für das deutsche Damen-Team nimmt immer mehr Formen an. Als letzte Spielerin traf jetzt WNBA-Legionärin Leonie Fiebich (New York Liberty) im Teamhotel in Berlin ein. Aus dem 15er-Kader strich Bundestrainer Olaf Lange mit Laura Zolper (Basket Lattes Montpellier Méditerranée, Frankreich) und Alina Hartmann (ALBA BERLIN) zwei Spielerinnen, so dass jetzt noch 13 Spielerinnen im Kader verblieben sind.
Satou Sabally fällt für Women’s World Cup aus
Satou Sabally (New York Liberty) laboriert weiterhin an den Folgen einer Gehirnerschütterung und fällt für den Women’s World Cup 2026 aus. Sie hatte zuletzt versucht, rechtzeitig zum WM-Start wieder fit zu werden, das war aber leider nicht von Erfolg gekrönt.
„Ich muss mit großem Bedauern mitteilen, dass ich leider bei der WM in Berlin nicht dabei sein kann. Eine Heim-WM vor eigenem Publikum, vor meiner Familie und mit diesem Team, war eines meiner größten sportlichen Ziele. Diese Entscheidung fällt mir sehr schwer, aber ich muss meine Gesundheit priorisieren und den gesamten Fokus darauf richten, vollständig gesund zu werden. Ich wünsche dem gesamten Team von Herzen viel Erfolg bei der WM. In Gedanken bin ich bei euch“, so Sabally in ihrem Statement.
Diese Spielerinnen prägen den deutschen WM-Kader schon jetzt
Bei der WM-Qualifikation im März 2026 in Lyon hat der DBB selbst vor allem Frieda Bühner, Leonie Fiebich, Alexis Peterson und Nyara Sabally als Konstanten hervorgehoben. Dazu kamen laut DBB starke Momente von Emily Bessoir, Emma Eichmeyer und der von dort so bezeichneten „Neuentdeckung“ Britta Daub, die sich für den WM-Kader empfahlen.
Auch die offiziellen FIBA-Statistiken aus dem Qualifikationsturnier zeigen, wer aktuell besonders wichtig ist: Frieda Bühner war mit 13,2 Punkten pro Spiel Deutschlands beste Scorerin, Leonie Fiebich kam auf 12,2 Punkte und führte das Team bei den Steals an, Emily Bessoir war beste deutsche Spielerin in der Effizienz und beim Rebounding, Alexis Peterson war mit 6,2 Assists pro Spiel die wichtigste Spielmacherin und Nyara Sabally gehörte zu den stärksten Rebounderinnen des Teams.
Gerade für ein Heimturnier ist das ein starkes Signal: Deutschland hat nicht nur einzelne Leistungsträgerinnen, sondern mehrere Spielerinnen, die in unterschiedlichen Kategorien Verantwortung übernehmen können. Das macht den möglichen WM-Kader deutlich tiefer und variabler als noch vor wenigen Jahren.
So ist der deutsche Kader sportlich aufgebaut
Im Backcourt lebt Deutschland vor allem von der Kontrolle und Übersicht von Alexis Peterson, die FIBA und DBB beide als zentrale Figur im Spielaufbau bestätigen. Auf den Flügeln geben Leonie Fiebich, Frieda Bühner und Emily Bessoir dem Team Länge, Athletik und Abschlussqualität. Unter dem Korb sorgen Spielerinnen wie Nyara Sabally und Emma Eichmeyer bereits jetzt für Präsenz, während Namen wie Luisa Geiselsöder oder Marie Gülich zusätzliches internationales Gewicht in die Rotation bringen können.
Genau diese Balance aus Guard-Spiel, beweglichen Flügelspielerinnen und Tiefe auf den großen Positionen ist der Grund, warum FIBA Deutschland inzwischen als gefährliches Heimteam einordnet. Vor allem gegen Japan und Spanien könnte die deutsche Größe und Frontcourt-Tiefe ein echter Faktor werden.
Olaf Lange, Bundestrainer der deutschen Frauen
Angeführt wird die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei der Heim-WM 2026 von Bundestrainer Olaf Lange. Der DBB hatte seine Verpflichtung im Herbst 2025 bekanntgegeben, sein Vertrag läuft bis 30. August 2028. Lange bringt viel internationale Erfahrung mit, arbeitete unter anderem in der WNBA und war bereits früher Bundestrainer der deutschen Damen.
Für den deutschen WM-Kader ist Lange ein zentraler Faktor, weil er dem Team Struktur, internationale Erfahrung und klare Entwicklungsschritte geben soll. Der DBB sieht in ihm den Trainer, der die Mannschaft bis zur Frauen-Basketball-WM 2026 in Berlin führen und dort betreuen soll.
Warum der deutsche WM-Kader 2026 Hoffnung auf ein starkes Turnier macht
Deutschland geht nicht mehr als Außenseiter ohne internationales Profil in diese Weltmeisterschaft. Der DBB verweist auf das Olympia-Viertelfinale 2024, auf Platz fünf bei der EuroBasket 2025 und auf eine starke WM-Qualifikation 2026, obwohl dort laut Olaf Lange nur „sechs unserer ersten zwölf Spielerinnen“ zur Verfügung standen. Diese Entwicklung zeigt, dass der deutsche Kader inzwischen auch personelle Ausfälle deutlich besser auffangen kann.
