Frauen-WM 2026 Finale: USA gegen Frankreich in Berlin

Die Frauen-Basketball-WM 2026 in Berlin endet mit einem Traumfinale: Frankreich trifft am Sonntag, 13. September 2026, auf Rekordweltmeister USA. Während das unbesiegbare US-Team den fünften WM-Triumph in Folge anstrebt, steht Frankreich erstmals überhaupt in einem WM-Endspiel.

Die Paarung besitzt eine besondere Vorgeschichte. Bereits im Finale der Olympischen Spiele 2024 in Paris standen sich beide Teams gegenüber. Damals fehlte Frankreich nur ein einziger Punkt zur Sensation: Die USA gewannen das dramatische Endspiel mit 67:66. Zwei Jahre später bekommt die französische Auswahl nun auf der größten Bühne des Weltbasketballs die nächste Gelegenheit, die lange Siegesserie der Amerikanerinnen zu beenden.

Wann ist das Finale der Basketball-WM 2026?

Das Finale findet am Sonntag, 13. September 2026, in Berlin statt. Austragungsort ist die Uber Arena (offiziell: Berlin Arena). Zuvor wird bereits das Spiel um Platz drei ausgetragen.

DatumUhrzeitOrtSpielSpielpaarung
13.09.202616:30 UhrUber Arena, BerlinSpiel um Platz 3Spanien – Deutschland
13.09.202620:00 UhrUber Arena, BerlinFinaleUSA – Frankreich

Damit endet die Weltmeisterschaft nach zehn Turniertagen mit der Vergabe der Medaillen. Die WM hatte am 4. September begonnen und wird erstmals mit 16 Teams ausgetragen.

Wer überträgt das Finale der Frauen-Basketball-WM 2026 im TV und Livestream?

Das Finale der Frauen-Basketball-WM 2026 am Sonntag, 13. September, ist in Deutschland sowohl im Free-TV als auch im Livestream zu sehen. Der Tip-off in der Uber Arena in Berlin erfolgt um 20:00 Uhr. ProSiebenSat.1 überträgt das Endspiel frei empfangbar. Welcher der Sender ProSieben oder ProSieben MAXX das Finale konkret zeigt, ist in der aktuell veröffentlichten Programmübersicht noch nicht eindeutig ausgewiesen. ran bestätigt jedoch ausdrücklich, dass das Endspiel im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt wird.

Parallel gibt es das WM-Finale kostenlos im Livestream bei Joyn beziehungsweise über die digitalen Angebote von ran. Damit kann das Endspiel auch auf Smartphone, Tablet, Computer oder Smart-TV verfolgt werden.

Zusätzlich übertragen MagentaSport und MagentaTV das Finale live. Die Telekom zeigt die komplette Finalrunde der Frauen-Basketball-WM vom 8. bis 13. September und damit auch beide Halbfinals, das Spiel um Platz drei und das Endspiel. MagentaSport beziehungsweise MagentaTV bieten damit eine weitere Möglichkeit, das WM-Finale live zu verfolgen.

Die Übertragung im Überblick:

ÜbertragungSender/Anbieter
Free-TVProSiebenSat.1 (ProSieben oder ProSieben MAXX)
Kostenloser LivestreamJoyn / ran
LivestreamMagentaSport
TV & StreamMagentaTV

Frankreich erreicht erstmals ein WM-Finale

Für Frankreich ist der Einzug ins Endspiel historisch. Seit der ersten Frauen-Basketball-WM im Jahr 1953 hatte die französische Auswahl nicht mehr die Runde der besten vier erreicht. Damals wurde Frankreich Dritter. 2026 gelang nun nicht nur die Rückkehr auf das WM-Podium, sondern erstmals überhaupt der Sprung ins Finale.

Im Halbfinale setzte sich Frankreich deutlich mit 86:64 gegen Gastgeber Deutschland durch. Die zuvor so starke deutsche Auswahl fand gegen die aggressive französische Defensive und das hohe Tempo nur phasenweise Lösungen. Mehr als 20 Ballverluste machten es zusätzlich schwer, die Partie offen zu halten.

Überragende Spielerin war Gabby Williams. Sie erzielte 22 Punkte und kam darüber hinaus auf fünf Rebounds, fünf Assists und vier Steals. Deutschland wurde damit nach dem historischen Viertelfinalsieg gegen Belgien gestoppt und spielt am Sonntag um Bronze.

Frankreich zieht dagegen ungeschlagen in das Endspiel ein. Bereits vor dem Turnier hatte FIBA die Auswahl als einen der größten Herausforderer der USA eingestuft. Das Team verfügt mit Williams, Marine Johannès, Dominique Malonga, Janelle Salaün und Valériane Ayayi über enorme individuelle Qualität und große Tiefe.

USA müssen gegen Spanien kämpfen

Deutlich schwieriger gestaltete sich das Halbfinale für die USA. Spanien hielt die Partie lange vollkommen offen und ging beim Stand von 58:58 in das letzte Viertel.

Erst in den entscheidenden zehn Minuten setzte sich die US-Auswahl ab. Das letzte Viertel ging mit 18:8 an den Titelverteidiger, der schließlich 76:66 gewann. Breanna Stewart führte die USA mit 16 Punkten an, Kahleah Copper erzielte 13 und Jackie Young zwölf Zähler.

Damit erreichen die USA zum fünften Mal hintereinander das Finale einer Frauen-Basketball-WM. Die Amerikanerinnen haben bei einer Weltmeisterschaft seit dem Halbfinal-Aus gegen Russland im Jahr 2006 kein Spiel mehr verloren. Nach dem Erfolg gegen Spanien ist die Serie auf 35 WM-Siege hintereinander angewachsen.

Die Dimension dieser Dominanz zeigt auch die Titelbilanz. Die USA haben bislang elf Weltmeisterschaften gewonnen, darunter sämtliche Turniere seit 2010. In Berlin besteht nun die Chance auf WM-Titel Nummer zwölf und den fünften Triumph in Serie.

Neuauflage des Olympia-Finals von Paris

Das WM-Finale Frankreich gegen USA ist gleichzeitig die Neuauflage eines der dramatischsten Basketballspiele der Olympischen Spiele 2024.

Im Goldspiel von Paris lieferten sich beide Teams ein Duell bis zur letzten Sekunde. Frankreich hatte sogar die Chance, eine Verlängerung zu erzwingen. Gabby Williams traf mit der Schlusssirene, stand beim Wurf jedoch knapp innerhalb der Dreierlinie. Statt drei Punkten zählte der Treffer nur zwei – die USA gewannen 67:66 und sicherten sich Olympia-Gold.

Genau diese Erfahrung dürfte im WM-Finale von Berlin noch einmal eine Rolle spielen. Frankreich weiß, dass die USA zu schlagen sind. Gleichzeitig hat der Titelverteidiger schon mehrfach bewiesen, auch enge Partien in den entscheidenden Minuten für sich entscheiden zu können.

Gabby Williams erneut im Mittelpunkt

Eine Schlüsselrolle dürfte erneut Gabby Williams übernehmen. Schon im Olympia-Finale 2024 gehörte sie zu den prägenden Figuren der französischen Auswahl. Bei der WM in Berlin knüpft sie an diese Leistungen an.

Im Halbfinale gegen Deutschland dominierte Williams beide Seiten des Feldes. Ihre 22 Punkte waren nur ein Teil ihrer Leistung. Mit ihrer Athletik, Verteidigung und Fähigkeit, Ballverluste zu erzwingen, kann sie genau jene Probleme verursachen, mit denen Spanien die USA im Halbfinale lange beschäftigte.

Unterstützt wird Williams von einer außergewöhnlich tief besetzten Auswahl. Marine Johannès kann Spiele mit ihren Distanzwürfen verändern, Dominique Malonga bringt mit ihrer Größe und Athletik eine besondere Präsenz unter den Körben und weitere Spielerinnen können jederzeit Verantwortung übernehmen. Schon vor Beginn der WM hatte FIBA die Tiefe des französischen Kaders als eine seiner größten Stärken hervorgehoben.

USA bringen enorme Erfahrung ins Finale

Auf der anderen Seite besitzt kaum ein Team weltweit eine vergleichbare Ansammlung an Erfahrung und individueller Qualität. Im US-Kader stehen unter anderem A’ja Wilson, Breanna Stewart, Napheesa Collier, Chelsea Gray, Kahleah Copper, Kelsey Plum und Jackie Young.

Hinzu kommen Spielerinnen wie Caitlin Clark, Paige Bueckers und Angel Reese, die bei dieser WM ihr Debüt auf der größten internationalen Bühne feiern. Bereits vor Turnierbeginn vereinte der US-Kader zahlreiche olympische Goldmedaillen und WM-Titel.

Dass die USA nicht von einer einzelnen Topspielerin abhängig sind, zeigte das Halbfinale gegen Spanien. Obwohl die Offensive lange Probleme hatte und nur drei von 18 Dreiern traf, fand die Auswahl im letzten Viertel einen Weg zum Sieg.

Diese Tiefe macht die USA auch im Finale zum Favoriten.

Frankreichs Offensive trifft auf die US-Defensive

Frankreich hat während der WM vor allem offensiv beeindruckt. Bereits vor dem Halbfinale traf die Auswahl laut FIBA mehr als 61 Prozent ihrer Zweipunktwürfe und mehr als 45 Prozent ihrer Dreier. Hinzu kommt die Fähigkeit, gegnerische Ballverluste sofort in schnelle Punkte umzuwandeln.

Genau hier könnte eine entscheidende Frage des Finales liegen: Kann Frankreich sein Tempo gegen die physische US-Verteidigung durchsetzen?

Spanien hat im Halbfinale gezeigt, dass sich die USA mit kontrolliertem Spiel und guter Defensive lange unter Druck setzen lassen. Gleichzeitig zeigte das letzte Viertel auch, wie schnell der Titelverteidiger Fehler bestraft und ein ausgeglichenes Spiel innerhalb weniger Minuten drehen kann.

Für Frankreich wird es deshalb entscheidend sein, Ballverluste zu vermeiden, den amerikanischen Fastbreak zu kontrollieren und gleichzeitig genügend Würfe von außen zu treffen.

Die USA können Geschichte fortschreiben – Frankreich neue Geschichte schreiben

Die Ausgangslage vor dem Finale könnte kaum gegensätzlicher sein. Auf der einen Seite steht die erfolgreichste Auswahl in der Geschichte der Frauen-Basketball-WM. Die USA haben elf Titel gewonnen und seit 20 Jahren kein WM-Spiel verloren.

Auf der anderen Seite steht Frankreich, das erstmals im Finale angekommen ist und auf seinen ersten Weltmeistertitel wartet.

Genau das macht das Endspiel so interessant. Ein Sieg der USA würde eine der außergewöhnlichsten Serien im internationalen Teamsport fortsetzen. Ein französischer Erfolg wäre dagegen eine historische Premiere – und würde gleichzeitig die seit 2006 andauernde amerikanische Siegesserie bei Weltmeisterschaften beenden.

Frankreich gegen USA verspricht ein besonderes WM-Finale

Alles ist angerichtet für einen hochklassigen Abschluss der Frauen-Basketball-WM 2026. Frankreich spielt eines der stärksten Turniere seiner Geschichte und hat mit dem souveränen Halbfinalsieg gegen Deutschland seine Titelambitionen bestätigt. Die USA mussten gegen Spanien erstmals in der K.-o.-Phase richtig kämpfen, haben aber erneut gezeigt, warum sie seit zwei Jahrzehnten das Maß der Dinge bei Weltmeisterschaften sind.

Zwei Jahre nach dem 67:66 im olympischen Goldspiel treffen beide Teams nun wieder in einem großen Finale aufeinander. Für Frankreich bietet sich die Chance auf Revanche und den ersten WM-Titel. Die USA wollen dagegen ihre historische Serie fortsetzen und zum fünften Mal hintereinander Weltmeister werden.

Am Sonntagabend ab 20:00 Uhr entscheidet sich in Berlin, ob die amerikanische Dominanz weitergeht – oder Frankreich für eine der größten Überraschungen der jüngeren WM-Geschichte sorgt.

Die vergangenen Finals der Frauen-Basketball-WM

Ein Blick auf die vergangenen Weltmeisterschaften zeigt die außergewöhnliche Dominanz der USA. Seit dem überraschenden Ausscheiden im Halbfinale 2006 gewann die US-Auswahl sämtliche vier folgenden Weltmeisterschaften.

2006 nutzte Australien die Gelegenheit und gewann in São Paulo erstmals den WM-Titel. Russland hatte zuvor im Halbfinale die USA ausgeschaltet, unterlag im Endspiel aber Australien mit 74:91. Penny Taylor erzielte im Finale 28 Punkte und wurde anschließend als MVP des Turniers ausgezeichnet.

Danach begann die bis heute anhaltende US-Serie. 2010 besiegten die USA Gastgeber Tschechien mit 89:69. Vier Jahre später folgte ein 77:64 gegen Spanien, 2018 ein 73:56 gegen Australien. Beim bislang letzten WM-Finale 2022 in Sydney gewann die US-Auswahl mit 83:61 gegen China. Damit holten die USA ihren vierten Titel hintereinander und den insgesamt elften WM-Triumph.

Die letzten fünf WM-Finals im Überblick

TurnierDatumOrtSpielpaarungErgebnis
WM 202201.10.2022Sydney, AustralienChina – USA61:83
WM 201830.09.2018San Cristóbal de La Laguna, SpanienAustralien – USA56:73
WM 201405.10.2014Istanbul, TürkeiSpanien – USA64:77
WM 201003.10.2010Karlovy Vary, TschechienUSA – Tschechien89:69
WM 200623.09.2006São Paulo, BrasilienAustralien – Russland91:74

Die Ergebnisse und Austragungsdaten stammen aus dem historischen FIBA-Archiv.

USA dominieren die jüngere WM-Geschichte

Die historische Tabelle macht deutlich, wer bei Weltmeisterschaften zuletzt den Ton angegeben hat. Vier der vergangenen fünf Endspiele gewann die US-Auswahl. Seit dem Titel Australiens 2006 gingen sämtliche WM-Trophäen an die USA.

Besonders beeindruckend war dabei die Konstanz. Spanien, Australien, Tschechien und China erreichten jeweils ein Finale, konnten die amerikanische Auswahl im entscheidenden Spiel aber nicht stoppen.

2022 gewann das US-Team in Sydney mit 83:61 gegen China. A’ja Wilson erzielte im Endspiel 19 Punkte und wurde anschließend als MVP des Turniers ausgezeichnet. Es war der elfte WM-Titel der USA.

2026 könnte diese Serie entweder fortgesetzt oder erstmals seit 20 Jahren beendet werden.

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